Milchkefir gelingt fast immer, aber ein paar Fehler tauchen immer wieder auf. Wenn dein Kefir zu sauer wird, dünn bleibt oder die Kristalle nicht mehr wachsen, liegt es meist an einem dieser Punkte.
1. Zu wenig Milch für zu viele Kristalle
Wachsen deine Kristalle, brauchen sie mehr Milch. Bleibt die Menge gleich, hungern sie und der Kefir wird sehr schnell sehr sauer. Passe die Milchmenge an oder gib überschüssige Kristalle ab.
2. Luftdicht verschlossen
Kefir ist eine teils aktive Kultur und gibt etwas Kohlensäure ab. Ein luftdicht verschlossenes Glas baut Druck auf. Decke locker ab, mit einem Tuch oder einem nur aufgelegten Deckel.
3. Falsche Temperatur
Zu kalt und die Fermentation kommt kaum in Gang, zu warm und der Kefir kippt schnell ins Saure. Zimmertemperatur zwischen 20 und 25 Grad ist ideal.
4. Reaktive Metalle
Dauerhafter Kontakt mit reaktiven Metallen wie Aluminium kann die Kristalle schwächen. Rostfreier Edelstahl und Kunststoff sind unbedenklich. Ein Edelstahl- oder Kunststoffsieb zum Abseihen ist völlig in Ordnung.
5. Kristalle mit Leitungswasser waschen
Das Chlor im Leitungswasser setzt den Kulturen zu. Die Kristalle müssen nicht gewaschen werden. Falls doch nötig, nutze abgekochtes oder gefiltertes Wasser oder einfach etwas Milch.
6. Zu lange fermentieren
Steht der Kefir zu lange, trennt sich die Molke ab und er schmeckt sehr sauer. Für milden Kefir reichen 24 Stunden. Wer es kräftiger mag, lässt ihn länger stehen.
7. Keine Geduld nach dem Versand
Getrocknete oder frisch verschickte Kristalle brauchen ein paar Durchgänge, bis sie auf voller Kraft sind. Die ersten ein bis zwei Ansätze können noch dünn oder mild ausfallen. Das ist normal, nicht wegwerfen.
Kurz zusammengefasst
Genug Milch, locker abdecken, Zimmertemperatur, kein Aluminium, nicht mit Leitungswasser waschen, nicht zu lange stehen lassen und nach dem Versand etwas Geduld. Damit umgehst du fast alle Probleme.

